| Seit 750 Jahren
wird in Kiel Bier gebraut, denn zugleich mit den ersten Bewohnern zog das Brauereihandwerk
in unsere Stadt. Seinen Viertelliter trank man in einer der zahlreichen kleinen
Hausbrauereien. Sie waren der Treffpunkt für Jung und Alt: Umschlagplatz für
Neuigkeiten, Heiratsmarkt und wichtiger Erwerbszweig in der aufblühenden Stadt. Die gute,
alte Tradition des Hausbrauens lebt jetzt wieder auf: |
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handwerklicher Kunst und nach den althergebrachten Rezepturen brauen wir unser Kieler
Bier. Malz, Hopfen, Hefe und Wasser sind die Grundstoffe des herbwürzigen obergärigen
Naturbiers, das direkt in die Gläser fließt. Ohne Stabilisierung und Pasteurisierung.
Und da auch auf die Filtration verzichtet wird, enthält das naturtrübe Bier noch
sämtliche Aromastoffe, Fermente und auch Vitamine.
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| Und so
entsteht unser Bier: Man nehme hochwertiges Malz, feinen Natur-Hopfen, gutes Wasser, Hefe und das Können erfahrener Bierbrauer. Zunächst wird das Malz in einer Mühle zu Schrot gebrochen und dann im Sudkessel mit Wasser vermischt. Malzschrot und Wasser werden zur Maische gemischt. Durch behutsames Erwärmen löst sich nun die Stärke aus dem Malzschrot im Wasser, und eine Vielzahl von Enzymen verwandeln die Stärketeilchen in Zucker. Der Bierbrauer weiß genau, bei welchen Temperaturen sie das am liebsten tun. Etwa eine Stunde läßt er ihnen Zeit dazu, dann werden Sie sehen, wie er mit einem kleinen Schälchen die Verzuckerung prüft. Hat die Maische die Prüfung bestanden, kommt sie in den Läuterbottich, denn nun sollen die flüssigen von den festen Teilen, den Trebern, befreit werden. Im Läuterbottich hat der Boden viele Löcher, durch die die Würze in den Sudkessel fließen kann. |
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| Langsam und
vorsichtig läßt der Brauer etwa 90 Minuten lang immer wieder Brauwasser in den Bottich
rieseln, um so den kostbaren Extrakt auszuwaschen. Der Brauer sagt: "Er läutert
ab." Wenn der Gehalt der Würze stimmt, kann die Sudpfanne aufgeheizt und die Würze zum Kochen gebracht werden. In die kochende Würze kommt nun, genau abgewogen, der Hopfen als Aromaspender. Der typisch aromatische Duft von Hopfen und Würze verbreitet sich nun im Brauhaus. Ein Vorgeschmack auf den kommenden Genuß. Nach guten 1½ Stunden hat der Hopfen sein Aroma abgegeben und die Würze die vorgegebene Stammwürze von 12 % erreicht. Beim Kochen haben sich in der Würze Flocken gebildet, die aus überschüssigem Eiweiß bestehen. Um diese und den ausgelaugten Hopfen auszuscheiden, wird die Würze in einen Whirlpool gepumpt. Der Sud ist fertig. In unserer Brauerei sind das 1.000 Liter. Abgekühlt auf etwa 8 Grad und gut belüftet trifft die Würze im Gärbottich auf die gärfreudige Hefe, die sich sofort daran macht, den Malzzucker der Würze zu verspeisen und daraus Alkohol und Kohlensäure zu machen. Die überschüssige Kohlensäure entweicht heftig und blubbernd. Nach einigen Tagen ist es dann geschafft, und unter ständiger Aufsicht ist aus der Würze Bier geworden.
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| Jung
noch - aber schon unverkennbar. Zu guter Letzt braucht das Bier nur noch Ruhe zum Reifen. Umlagert in den kalten Lagertanks wird bei etwa 0 Grad in etwa 20 Tagen ein nicht vergorener Teil der Hefezellen ausgeschieden. Der Geschmack rundet sich ab und das Bier bildet einen unverwechselbaren, vollmundigen Charakter und schafft die Garantie für seine hervorragende Bekömmlichkeit.
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| Steckbrief: (naturtrübe
Bier) Volle 12 % Stammwürze, Milde 4,8 % Vol. Alkohol, muntere 5 Gramm Kohlensäure pro Liter, Eltern: Hopfen und Malz - und nur vom Feinsten, Lebenszweck: Bekömmliche Freude bringen, Lebenslauf: Mit Sorgfalt und Liebe gebraut, stürmisch vergoren, in Ruhe gereift und zum Wohle gezapft.
Sehen Sie zu wie unser Bier gebraut wird. Bitte melden Sie sich für eine kostenlose Brauereiführung an.
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